Sprache auswählen

News-Blog

Update N° 2/2024

Wichtige Kundeninformation zur aktuellen Situation in der weltweiten Linienschifffahrt

Sehr geehrte Damen und Herren, 

in unserem letzten Schreiben vom 4.  Januar 2024 haben wir Sie ausführlich über die jüngsten Vorkommnisse im Golf von Aden und dem Roten Meer, und die daraus resultierenden Beeinträchtigungen und Auswirkungen auf die Schifffahrt in dieser Region informiert.

Die Situation hat in den vergangenen Tagen an Komplexität und globaler Bedeutung gewonnen, weshalb wir Sie mit diesem Update auf den neuesten Stand bringen möchten. 

Nach wie vor meiden nahezu alle internationalen Linienreedereien im Container-, RORO- und Stückgutverkehr das Rote Meer und den Suezkanal auf dem Weg von Asien nach Europa und vice versa. Fast alle Schiffe in diesem Fahrtgebiet nehmen den Umweg ums Kap der Guten Hoffnung, was aktuell zu deutlich längeren Laufzeiten und somit zu erheblichen Verzögerungen, Fahrplanänderungen, Mangel an Leercontainern und Kapazitätsengpässen führt.  Die verlässliche Planbarkeit von Seetransporten wird dadurch massiv beeinträchtigt.

Die Erreichbarkeit der Häfen im Roten Meer, allen voran Jeddah in Saudi-Arabien, ist sowohl aus Asien als auch aus Europa heraus durch die Umleitung der Ost-West-Verkehre stark eingeschränkt.  Einige Reedereien löschen Ladung für diese Häfen bereits in anderen sicheren Häfen außerhalb des Roten Meers, so z.B.  in Dammar (Saudi-Arabien) oder in Jubel Ali (UAE).  Hierzu sind sie gemäß B/L-Bedingungen berechtigt. 

In Asien steigen die Frachtraten für Seetransporte nach Europa aufgrund der hohen Nachfrage derzeit um ein Vielfaches.  Für ausgehende Linienverkehre aus Europa nach Mittel- und Fernost, zum Indischen Subkontinent und nach Australien/Ozeanien werden bereits seit Beginn der Krise im Golf von Aden zusätzliche „Emergency Kontribution“- oder „Peak Season“-Zuschläge fällig (ca. USD 400-800 per TEU, teilweise mehr). 

Ab Februar 2024 wird dieser Effekt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch auf andere Fahrtgebiete, wie z.B. den Transatlantikverkehr nach Nord- und Südamerika übergreifen.
Die hier tätigen Linienreedereien haben bereits entsprechende Ankündigungen veröffentlicht, wonach zum 05.02.2024 die Frachtraten erhöht, bzw. „Peak Season“-Zuschläge eingeführt werden sollen (ca. USD 500-1000 per TEU, teilweise mehr). Auch in allen anderen Fahrtgebieten ist ab Februar aufgrund der angespannten Kapazitätssituation mit steigenden Frachtkosten und Verzögerungen zu rechnen. 

Zusätzlich sorgt der niedrige Wasserstand im Panamakanal bereits seit Monaten für erhebliche Beeinträchtigungen des Schiffsverkehrs. Die Durchfahrt durch den Kanal ist derzeit nur für eine begrenzte Anzahl von Schiffen pro Tag möglich, wodurch sich auf beiden Seiten längere Rückstaus bilden.  Seit Anfang des Jahres werden deshalb zusätzliche Zuschläge für den Panamakanal-Transit fällig, die mit der Seefracht an die Verlader abgerechnet werden. 

Wir bitten unsere verehrte Kundschaft um Verständnis, dass wir als Spediteure auf die aktuelle geopolitische Situation und daraus resultierende Auswirkungen auf globale Lieferketten keinen Einfluss haben, und hierfür auch keine Haftung übernehmen. Mehrkosten aus Frachtzuschlägen, Lagergeldern, Demütige, Detention, Ausweich- und Umleitungskosten etc., die aus dieser Situation resultieren, gehen zu Lasten der Ware, und somit des Ladungseigentümers. Dies gilt sowohl für neue als auch für bestehende Transportaufträge, auch wenn für diese Aufträge bereits eine Frachtvereinbarung besteht. Ebenso müssen Verzögerungen im Transportablauf jederzeit in Kauf genommen werden.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Büros der Alfons Köster & Co.-Gruppe garantieren Ihnen kontinuierlich - auch in schwierigen Zeiten - eine hohe Servicequalität und stehen für Ihre Anfragen aller Art jederzeit gern zur Verfügung.  Wir sind täglich im engen Kontakt mit allen Beteiligten entlang Ihrer Transportkette und halten Sie über die aktuellen Entwicklungen stets informiert. 

 

Mit freundlichen Grüßen 

Ihr Team der
Alfons Köster & Co. GmbH 
Global Freight Logistics
 


Update N° 1/2024

Wichtige Kundeninformation zur aktuellen Situation im Roten Meer und im Golf von Aden

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie Sie bereits aus unserem Schreiben vom 18.12.2023 und sicher auch aus den Medien erfahren haben, kommt es derzeit im Golf von Aden wiederholt zu bewaffneten Zwischenfällen mit zivilen Handelsschiffen. Hierdurch besteht eine konkrete Gefahr für Menschen, Schiffe und Ladungen, die sich auf dieser wichtigen Handelsroute zwischen Asien und Europa bewegen.

Um Risiken aus dieser Gefahr vorzubeugen, haben mittlerweile nahezu alle wichtigen Linienreedereien im Verkehr zwischen Asien, dem Mittleren Osten und Europa ihre Schiffe um das Kap der Guten Hoffnung in Südafrika umgeleitet. Hieraus resultieren bereits jetzt spürbare Verzögerungen bei Schiffsankünften und ‑abfahrten, sowie eine z.T. unklare Fahrplansituation für die kommenden Wochen. Dies betrifft sowohl den Container-, als auch den RORO- und konventionellen Stückgutverkehr.

Um die zusätzlichen Kosten für die längeren Reisezeiten zu kompensieren, haben die Reedereien seit Ende Dezember 2023 nun Risikozuschläge eingeführt, die mit der Seefracht an die Verladerschaft abgerechnet werden. Die Höhe dieser Zuschläge ist abhängig von der Destination und Reederei, und kann je nach Empfangshafen zwischen USD 400,00 und 1.000,00 per TEU (20‘-Standardeinheit) betragen, z.T. sogar mehr. Im einkommenden Verkehr aus Asien nach Europa ist zudem aufgrund knapper Kapazitäten vor dem Chinesischen Neujahrsfest ein deutlicher Anstieg der Seefrachtraten zu beobachten. Durch die verspätet aus Asien eintreffenden Schiffe wird in den kommenden Tagen mit einem vorübergehenden Mangel an Leercontainern für Europäische Exporte gerechnet.

Durch die Umleitung der Dienste über die Kap-Route ist zusätzlich die Transportkapazität zu den Häfen im Roten Meer, allen voran nach Jeddah (Saudi-Arabien) deutlich eingeschränkt. Kunden mit Sendungen ins Rote Meer müssen sich kurzfristig auf ausfallende Schiffsabfahrten, reduzierte Kapazitäten und wahrscheinlich steigende Frachtkosten einstellen. Im Einzelfall können zudem Reedereien von Ihrem Recht gemäß B/L-Bedingungen Gebrauch machen, auf See befindliche Ladung mit Bestimmungshafen im Roten Meer in einem sicheren Ausweichhafen in ihrer Wahl zu löschen. Für die Weiterleitung der Ware an den Empfangsort ist dann der Ladungseigentümer verantwortlich.

Wir weisen unsere verehrte Kundschaft nochmals darauf hin, dass wir als Spediteure auf die aktuelle geopolitische Situation und daraus resultierende Auswirkungen auf globale Lieferketten keinen Einfluss haben, und hierfür auch keine Haftung übernehmen. Mehrkosten aus Frachtzuschlägen, Lagergeldern, Demurrage, Detention, Ausweich- und Umleitungskosten etc., die aus dieser Situation resultieren, gehen zu Lasten der Ware. Ebenso müssen Verzögerungen im Transportablauf jederzeit in Kauf genommen werden. Wir bitten Sie auch, die mediale Berichterstattung zur Schifffahrtssituation und zur Preisentwicklung differenziert und mit Vorsicht zu behandeln. Verbindliche Auskünfte zu Ihrer(-n) Sendung(-en) und möglichen Extrakosten oder Verzögerungen erteilt Ihnen ausschließlich Ihr(e) Alfons-Köster-Ansprechpartner(in).

Wir sind täglich im engen Kontakt mit allen Beteiligten entlang Ihrer Transportkette und halten Sie stets informiert.

 

Ihr Team der

Alfons Köster & Co. GmbH
Global Freight Logistics


Update 4. Quartal 2023

Beim Radio Hamburg "Hörer helfen Kindern e.V. Spendenmarathon 2023" kam mit 680.110,49 Euro wieder eine tolle Summe zusammen! Gerade in diesem Jahr nicht selbstverständlich und absolut großartig!

Radio_HH2024.jpg

Zu Gast bei Radio-HH Moderator Martin Putz am 18. Dezember 2023: Florence Willoughby und Wolfgang Schmidt übergaben im Auftrag der Geschäftsleitung eine Spende in Höhe von 5000 EUR.

Zum Schluss wie immer das Allerwichtigste: Bitte bleiben Sie gesund!

Ihr Team der
Alfons Köster & Co. GmbH
Global Freight Logistics



Update 4. Quartal 2022

zur aktuellen Lage in der weltweiten Schifffahrt und Logistik

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit diesem Schreiben möchten wir Sie heute auf den aktuellen Stand über die nach wie vor anhaltende Ausnahmesituation in der weltweiten Seeschifffahrt, sowie über deren Auswirkungen auf die globalen Lieferketten und Verkehrsnetze bringen. Aufgrund der Komplexität dieser Situation möchten wir uns bemühen, die wichtigsten Themen möglichst kurz und übersichtlich zusammenzufassen, und Sie damit gut auf die kommende Zeit bis zum Jahresende 2022 vorzubereiten:

Allgemeine Marktsituation

Die weltweite Container- und Linienschifffahrt verzeichnet trotz zuletzt stagnierender Ladungsmengen nach wie vor eine hohe Auslastung der Kapazitäten auf allen wichtigen Handelsrouten rund um den Globus. Die Frachtraten für Containertransporte bewegen sich dabei weiterhin auf einem hohen Niveau, ohne jedoch weiter zu steigen. Die Frachtraumsituation hat sich z.B. auf den Trades zwischen Asien und Europa zuletzt deutlich entspannt. Die Effekte der sich abschwächenden Exportwirtschaft in China machen sich vor allem in den Umschlagszahlen der dortigen Häfen bemerkbar. Auch im Export aus Europa in Richtung Asien sind Containerbuchungen wieder kurzfristiger möglich, wobei weiterhin Einschränkungen und Verzögerungen durch verspätete Schiffe und fehlendes Leerequipment in Kauf zu nehmen sind. Im Transatlantikverkehr in Richtung USA und Kanada ist ebenfalls eine Beruhigung der Buchungssituation zu erkennen, wobei hier trotzdem mit ca. vier Wochen Vorausplanung für Containerbuchungen gearbeitet werden muss. Branchenexperten sehen aufgrund der aktuellen konjunkturellen Aussichten die Spitze der Nachfrage nach Containertransporten vorläufig erreicht bzw. gar überschritten, warnen jedoch vor kurzfristigem Optimismus. Die weltweite Schifffahrt wird noch mindestens bis Sommer 2023 unter Kapazitätsknappheit und Engpässen durch Personalmangel in den Seehäfen leiden, was auch bei möglicherweise sinkenden Ladungsmengen weiterhin zu Störungen in den globalen Lieferketten führen wird.

Keine Verbesserung bei Schiffsverspätungen

Noch immer verharrt die Pünktlichkeit von Containerschiffen weltweit auf einem unbefriedigenden Niveau bei ungefähr 36%. Im Schnitt erreicht ein Containerschiff seinen Zielhafen noch immer mit einer Verspätung von ca. 8 Tagen. Grund dafür sind anhaltender Personalmangel und Covid19-Schutzmaßnahmen inklusive lokaler Lockdowns vor allem in China, Europa und Nordamerika. Vor vielen Häfen weltweit kommt es weiterhin zu langen Rückstaus von voll beladenen Containerschiffen, die auf ihre Abfertigung warten. Dies verursacht noch immer globale, nachhaltige Engpässe bei der Verfügbarkeit von Transportkapazitäten und Leercontainern im Hinterlandverkehr. In Europa ist hiervon besonders der tideabhängige Hamburger Hafen betroffen, wo die aktuellen Tiefgangsverhältnisse auf der Elbe zu weiteren Verzögerungen in der Schiffsabfertigung führen. Durch die Verspätung in Hamburg verzögern sich auch die Abfahrts- und Ankunftsdaten der meisten Schiffe in den Westhäfen Antwerpen und Rotterdam. Eine nachhaltige Verbesserung der Situation ist kurzfristig nicht in Sicht.

Ausgebuchte Liniendienste im RORO-Verkehr

Mehrere RORO-Carrier haben Anfang Oktober für den Rest des Jahres 2022 auf bestimmten Routen einen Annahmestopp für neue Buchungen aus dem Spot-Markt verhängt. Ladung, die nicht über einen direkten Kontrakt aus der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie mit der Reederei abgesichert ist, kann z.B. auf den Verkehren in Richtung Nordamerika und Ozeanien voraussichtlich erst ab Januar 2023 wieder gebucht und verladen werden. Kapazitäten in Richtung Mittel- und Fernost stehen nur noch auf gesonderte Anfrage zur Verfügung. Grund für den vorübergehenden Annahmestopp ist ein nachhaltiger Ladungsrückstau aus der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie, der sich aufgrund der z.T. erheblichen Schiffsverzögerungen im RORO-Verkehr aus Europa ergeben hat. Dieser solle zuerst vollständig abgebaut sein, ehe neue Geschäfte gebucht werden können, heißt es aus Reedereikreisen. Vor allem am BLG AutoTerminal in Bremerhaven, dem größten Deutschen RORO-Verladeterminal, kam es seit Monaten aufgrund des anhaltenden Personalmangels zu extrem langen Liegezeiten der Schiffe, und somit zu massiven Verspätungen. Unseren Kunden im RORO-Segment empfehlen wir unbedingt, RORO-Verschiffungen vorausschauend und mit reichlich Vornotiz (mindestens 4-6 Wochen) zu planen.

Steigende Nachfrage im Land- und Kombiverkehr zum Jahresende

Die Speditions- und Logistikbranche erwartet zum Ende des Jahres 2022 eine nochmals stark steigende Nachfrage nach Transportkapazitäten im LKW- und Bahnverkehr. Betroffen hiervon sind alle Bereiche inklusive Container-, Stückgut-, Komplettladungs- und Schwergutverkehr. Viele Speditionen haben von ihren Subunternehmern bereits zum 1. November 2022 Preiserhöhungen in Höhe von durchschnittlich 10-15 % avisiert bekommen. Hauptsächliche Preistreiber sind hierbei die aktuellen Treibstoffkosten, aber auch der nachhaltige Fahrermangel. Verladern wird unbedingt empfohlen, ihre noch für 2022 geplanten Transportvorhaben möglichst rasch zu beauftragen, um sich entsprechende Kapazitäten zu sichern. Im Containerverkehr ist bereits eine Vornotiz von z.T. drei Wochen vor Gestellungstermin empfohlen.

Wichtige Information zur Vorweihnachtssaison 2022

Wir weisen unsere verehrte Kundschaft aus den vorher beschriebenen Gründen darauf hin, dass sich sämtliche Angebote aus unserem Hause für Transporte im Zeitraum KW 48/22 – 52/22 grundsätzlich vorbehaltlich Verfügbarkeit von passenden Transportkapazitäten gelten, und die angebotenen Preise sich bis zur verbindlichen Auftragsbestätigung durch Alfons Köster & Co. GmbH jederzeit aufgrund von Nachfrage und Verfügbarkeit ändern können.

Alfons Köster & Co. GmbH:

Auch in schwierigen Zeiten Ihr zuverlässiger Partner!

Wie auch schon in unseren vorherigen Informationsschreiben garantieren wir Ihnen jederzeit:

  • die telefonische und schriftliche Erreichbarkeit unserer Teams
  • schnelle Reaktionszeiten
  • eine hohe Servicequalität
  • umfassende und individuelle Beratung, Planung und Know-How für Ihr Vorhaben.

Aufgrund der unveränderten Ausnahmesituation bitten wir Sie jedoch weiterhin um Beachtung unseres bereits bekannten Appells:

  • Bitte buchen Sie Ihre Sendungen unbedingt früh im Voraus.
  • Bitte halten Sie stets Rücksprache mit Ihrem/-r Alfons Köster-Ansprechpartner/-in.
  • Seien Sie wachsam beim Vergleich von Frachtangeboten und hinterfragen Sie im Zweifelsfall die Preisgültigkeit und eventuell entstehende Zusatzkosten!
  • Bitte planen Sie mögliche Kostensteigerungen bei Ihren Transportkosten weiterhin mit ein!
  • Wir weisen darauf hin, dass sämtliche Zusatzkosten, die aus dieser Ausnahmesituation aufgrund von fehlenden Leercontainern, fehlendem Schiffsraum, Schiffsverzögerungen, Annahmestopps an den Terminals, Wartezeiten, LKW-Standzeiten, Streiks etc. sowie Preissteigerungen bei Roh- und Treibstoffen entstehen, vollständig zu Lasten der Ware gehen.

Zum Schluss wie immer das Allerwichtigste: Bitte bleiben Sie gesund!

Ihr Team der
Alfons Köster & Co. GmbH
Global Freight Logistics

Alfons Köster & Co. GmbH
Beim Strohhause 2
20097 Hamburg
Deutschland